WILDE SCHLUSSPHASE: KIEL HOLT PUNKT IN BERLIN

Aufstiegskandidat Holstein Kiel hat in der 2. Fußball-Bundesliga nach einem starken Comeback immerhin noch einen wichtigen Punkt gerettet. Eine Woche nach dem 3:4 gegen Spitzenreiter FC St. Pauli errang der Tabellenzweite bei Hertha BSC in letzter Sekunde ein 2:2 (0:2). Der direkte Aufstiegsplatz der Störche ist dennoch in akuter Gefahr, diesen könnte der Hamburger SV mit einem Sieg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen den VfL Osnabrück übernehmen.

Für die effizienten Gastgeber stellte Doppelpacker Haris Tabakovic (17., 45.) die Weichen auf Sieg, Finn Porath (81.) und Timo Becker (90.+8) mit einem Foulelfmeter nach Videobeweis brachten ihre Mannschaft erst in der Schlussphase zurück und sicherten den Punkt. Die Berliner blieben im vierten Spiel in Folge ungeschlagen, Kiel konnte die zweite Pleite nacheinander gerade noch vermeiden. Mit 34 Punkten steht Berlin in der Tabelle auf Rang acht und hat nur leise Hoffnungen, noch ins Aufstiegsrennen einzugreifen.

"Es war sicher kein leichtes Spiel, wir haben mit meinem Fehler Hertha in die Karten gespielt", sagte Kiels Philipp Sander nach der Partie bei Sky: "Am Ende des Tages nehmen wir hier ein dreckiges 2:2 mit, so ehrlich muss man sein. Ich bin aber sehr stolz auf die Truppe, dass sie wieder so eine Moral gezeigt hat." Für den Ex-Kieler Fabian Reese fühlte sich das Remis "wie eine Niederlage" an.

Der folgenschwere Fehler der Kieler kam aus dem Nichts: Mittelfeldspieler Sander spielte Tabakovic den Ball genau in den Lauf, der umkurvte Keeper Timon Weiner und schob zur Führung ein. Kiel hatte mehr vom Spiel, die langen Ballbesitzphasen brachten jedoch lange keine gefährlichen Szenen hervor. Kurz vor der Pause kam hingegen erneut Tabakovic frei zum Abschluss. Erst hielt Weiner noch stark, im Nachschuss war Kiels Torwart aber chancenlos. 

Kiel versuchte weiter, Druck aufzubauen, doch Berlin verteidigte diszipliniert und blieb gefährlicher. Jonjoe Kenny (59.) setzte einen Freistoß aus großer Distanz an die Latte, den Abschluss des eingewechselten Jeremy Dudziak (79.) parierte Weiner. 

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